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Partnerschaft mit kleinen Geschenken erhalten

„Das wäre doch nicht nötig gewesen“ - so oder so ähnlich lautet der Satz, nachdem jemand ein Geschenk erhält. Ob zu Weihnachten, dem Jahrestag, Geburtstag oder Valentinstag - Geschenke spielen eine große Rolle in unserem Leben. Eine kleine Aufmerksamkeit kann selbst den größten Streit vergessen lassen, die Liebe neu entflammen oder einfach zeigen, dass der Andere es ernst meint. Geschenke sind im Grunde eine Gabe, für die der Schenkende keine Gegenleistung erwartet. In einer Welt, in der fast alles gekauft werden muss, sind Präsente somit herzlich willkommen. Das gilt auch in der Partnerschaft: Kleine Geschenke zeigen dem Partner, dass die Beziehung auch nach vielen Jahren genauso schön wie am ersten Tag ist.

Warum Geschenke eine Liebessprache sind

Das Schenken ist seit vielen Jahren eine elementare Ausdrucksform der Liebe. Bereits die alten Römer versuchten, ihre Angebeteten mit Präsenten zu verführen. Und auch vor dieser Zeit schenkten sich Männer und Frauen kleine Aufmerksamkeiten. Diese Ausdrucksform wurde bis heute beibehalten und hat sich in ihrer Grundform nicht geändert. Was sich dagegen geändert hat, sind die Dinge, die man schenken kann.

Der französische Soziologe Marcel Mauss hat seine Gedanken über das Phänomen des Schenkens in seinem Werk „Die Gabe: Form und Funktion des Austauschs in archaischen Gesellschaften“ zusammengefasst. Seiner Ansicht nach ist der Prozess des Gebens, Erwiderns und Empfangens von Präsenten die Grundlage einer Beziehung. Dabei geht es nicht nur um Beziehungen zwischen einem Paar, sondern auch mehreren Menschen. Präsente schaffen einen sozialen Bund und stärkt so Vertrauen und Zuneigung. In dem Geschenk, so Mauss, bleiben die Gebenden stets gegenwärtig. Sobald sich der Geber von seinem Präsent trennt, ist er symbolisch beim Empfänger anwesend.

In anderen Worten: Geschenke sind Liebe zum Anfassen. Darin sind die Gedanken des Schenkenden in materieller Form vorhanden. Man kann sehen, was man dieser Person wert ist. Geschenke haben somit eine starke Aussagekraft. Das beste Beispiel ist der Verlobungsring: Wenn man diesen Ring seinem Partner schenkt, möchte man ein ewiges Bündnis der Liebe eingehen.

Geschenke müssen nicht teuer sein

Wer bei Geschenken gleich an horrende Summen für exklusive Kleider, Brillantringe oder Reisen auf ferne Inseln denkt, der kann aufatmen. Um eine Beziehung aufrechtzuerhalten, muss niemand tief in die Tasche greifen. Der materielle Wert ist nicht das Wichtigste bei einem Präsent, die Geste zählt. Gerade Paare sollten sich nach einigen Jahren gut genug kennen, um zu wissen, wie sie den Partner mit kleinen Geschenken überraschen können. Einige lieben einfach nur die Geste und die Tatsache, dass der Andere an sie gedacht hat. Andere Menschen lieben Spontanität, wieder andere freuen sich einfach nur über Geschenke.

Wichtig ist, dass sich der Schenkende Gedanken über das Geschenk macht und es ihm oder ihr Spaß macht, das Präsent auszusuchen. Nehmen Sie sich Zeit, recherchieren Sie und treffen Sie so die richtige Entscheidung. Dann lohnt sich nicht nur die Investition in das kleine Geschenk, Ihr Partner wird sich auch garantiert darüber freuen.

Das passende Geschenk für den Partner

Glücklicherweise gibt es beim Schenken regelrecht keine Grenzen. Geschenkt wird, was dem Partner gefallen könnte, zum Beispiel Blumen, Gedichte, Liebeslieder oder ein romantisches Dinner for Two.

Wer sichergehen möchte, dass er den Nagel auf den Kopf trifft, sollte seinen Partner, bevor er das Geschenk kauft, genau beobachten und natürlich zuhören. Redet Sie vielleicht von einem Ring, den sie im Schaufenster gesehen hat? Schwärmt er von einer Uhr, die er im Internet gefunden hat? Nicht selten gibt es mehr oder weniger beabsichtigte Indizien von den Partnern, die nur darauf warten, dass ihr Geliebter darauf anbeißt. Wer in diesem Fall zuhört und das Geschenk kauft, punktet nicht nur mit dem Präsent selbst, sondern mit der Tatsache, ein guter Zuhörer und Partner zu sein!

Was beim Schenken nicht infrage kommt

Zwar kann man in der Regel alles schenken, einige Ausnahmen gibt es dennoch. In erster Linie sollte das Schenken Spaß machen. Wer also zum Valentinstag aus Angst, sich zu Hause eine Standpauke anhören zu müssen, einen Strauß Blumen an der Tankstelle kauft, der sollte nicht auf große Erfolge aus sein. Das Schenken sollte niemals eine lästige Pflicht sein, auch wenn es nicht immer ganz einfach ist. Auch gut gemeinte Geschenke können nach hinten losgehen. So schenkt man einem Klassikfan keine CD mit Hip-Hop, eine Frau wird sich auch nicht über einen neuen Putzlappen freuen.

Tipps für Unerfahrene

Auch wenn die Theorie des Schenkens so verständlich und simpel klingt, einige Menschen sprechen diese Liebessprache nicht (so gut). Glücklicherweise lässt sich diese Sprache leicht lernen, erst recht mit den nachfolgenden Tipps:

  • Notieren Sie sich die Geschenke, über die sich der Partner in der Vergangenheit am meisten gefreut hat. So erhält man einen guten Eindruck, welche Art von Präsenten infrage kommt.
  • Familienangehörige, Freunde und Bekannte werden sicherlich mit Rat und Tat zur Seite stehen, um das perfekte Geschenk auszuwählen.
  • Sparfüchse sollten bei Geschenken nicht geizig werden, schließlich sollte man immer nur bei sich selbst, nicht aber bei anderen Menschen sparen.

Artikelbild: CC0 - PublicDomainPictures