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Was kann man bei Kratzern auf der Armbanduhr machen?

Wer kennt nicht das Problem: Man wird stolzer Besitzer einer neuen, wunderschönen und nicht ganz billigen Uhr und nur wenige Tage später ist es passiert. Durch ein kleines Missgeschick wurde die Uhr beschädigt und Kratzer zieren den Zeitmesser. Ärgerlich ist diese Situation allemal, je nachdem, welches Glas verbaut wurde beziehungsweise welches Armband die Uhr besitzt, können solche Kratzer mehr oder weniger leicht auftreten. Um das Problem zu lösen, gibt es mehrere Lösungen, die wir im Anschluss vorstellen.

Richtig aufbewahren: Damit es gar nicht erst zu Kratzern kommt

Viele Unfälle geschehen nicht nur beim Tragen, sondern zu Hause beim Aufbewahren. Grundsätzlich sollten Uhren in einer staubfreien, trockenen Umgebung aufbewahrt werden. Wer mehrere Uhren an demselben Ort aufbewahrt, muss darauf achten, dass sie voneinander getrennt sind, damit von den Reibungen keine Schäden entstehen. Direkte Licht- oder Sonneneinstrahlung gilt es ebenfalls zu vermeiden, Zeiger und Zifferblätter können darunter sehr leiden.

Dauerhafte Schäden entstehen auch durch Fettsäuren und Schmutz, die aus der menschlichen Haut austreten. Wer seine Uhr beabsichtigt, seine Uhr längere Zeit nicht zu tragen, sollte sie mit einem weichen Tuch regelmäßig abwischen.

Zahnpaste & Zeitungspapier: Die wundersame Kombination?

Bei vielen Kratzern handelt es sich um Abriebe eines Gegenstandes, welcher an der Uhr gekratzt hat. Diese Abriebe lassen sich zum Teil mit einem Radiergummi entfernen. Wenig empfindlich gegen Kratzer sind Mineralgläser sowie Gläser aus künstlichem Saphir.

Wenn alle Vorsichtsmaßnahmen erfolglos waren und die Uhr doch einmal durch Kratzer veranstaltet wird, gibt es eine simple Methode, die Probleme auszubessern: Gerüchten zufolge kann man mit Zahnpaste und Zeitungspapier Kratzer verschwinden lassen. Der Vorgang sollte wie folgt ablaufen:

  • Die Uhr mit einem Mikrofasertuch säubern, sodass kein Staub oder Dreck mehr darauf haftet.
  • Beim Reiben möglichst kreisrunde Bewegungen ausführen.
  • Zahnpasta auftragen und mit Zeitungspapier einreiben.

In der Praxis lässt diese Methode nach zehn Minuten polieren sehr zu wünschen übrig. Zwar sind marginale Verbesserungen zu sehen, verschwinden tun die Kratzer dagegen nicht. Wer stundenlanges Polieren in Kauf nehmen möchte, für den wird diese Technik bei sehr kleinen Kratzern letztendlich den gewünschten Erfolg bringen. Die Uhr riecht danach allerdings etwas unangenehm nach Zahnpasta und fühlt sich klebrig an. Diese Klebrigkeit kann man mit Wasser entfernen, muss dafür aber ebenfalls mehrere Stunden investieren. Die Uhr muss natürlich auch wasserdicht sein.

Poliermaschine & Polierpaste: Die richtige Kombination

Die Alternative zu Zahnpaste und Zeitungspapier ist Polierpaste und Poliermaschine. Ein Industriebohrschleifer mit zwei verschiedenen Aufsätzen kann Kratzer mit etwas Polierpaste problemlos aus dem Glas entfernen. Je nach Tiefe der Kratzer muss mehr oder weniger lang mit der Maschine gearbeitet werden. Ab einer gewissen Kratzertiefe ist es empfehlenswert, das Glas zu einem Uhrmacher zu bringen. Diese Kratzer lassen sich schlichtweg nicht „wegpolieren“.

Nach dem Polieren kommt der zweite Aufsatz zum Einsatz ans Werk: Der Aufsatz ist weich und eignet sich, um den Rest der Uhr, also Metallgehäuse und -armband, auf Vordermann zu bringen.

Wer keine Poliermaschine besitzt und diese auch nicht kaufen möchte, dem bleibt nichts anderes übrig, als zum Uhrmacher zu gehen und sich das Glas, Gehäuse oder Armband ersetzen zu lassen. Der Aufwand ist definitiv geringer und die Kosten halten sich ebenfalls in Grenzen.

Artikelbild: © Ensuper / Shutterstock