Was sagen Uhren über ihren Träger aus?

Die Zeiten, in denen die Uhr nichts weiter als ein praktischer Alltagsgegenstand war, sind längst vorbei. Heute sagen Smartphones die Zeit an und verdrängen die Uhr so als Zeitmesser. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass die Uhr nicht mehr benötigt wird. Ganz im Gegenteil: Die Uhr kann viel mehr sein, als sie auf den ersten Blick erscheint. Uhren können ein Statussymbol sein, sie kann elegant und modern sein und vieles mehr über ihren Träger aussagen.

Das Accessoire des Mannes

Für die Herren der Schöpfung ist es immer schwierig, ein passendes Accessoire zu finden. Frauen haben es in diesem Bereich einfacher. Ein dezentes Halskettchen, Ohrringe - ihnen stehen viele Accessoires zur Verfügung. Männer müssen die Halskette meist unter dem Hemdkragen verstecken, ihnen bleibt meist nur der Ehering, wenn sie verheiratet sind. Für den modebewussten Mann bleibt somit nur noch die Uhr als Alternative. Und das ist gar kein Problem. Ein bekannter italienischer Uhren-Designer sagte bereits vor vielen Jahren, dass Männer ohnehin nur drei Schmuckstücke benötigen: Ein Auto, eine Frau und eine Uhr. Ob in Gold, Silber oder mit Lederarmband - für jedes Outfit hat Mann eine passende Uhr, die einfach nur schick aussieht. Die Herrenuhr hat längst den Status des Gebrauchsgegenstandes verloren. Heute sind sie etwas Repräsentatives für ihren Träger. Sie zeigen, wo sich ein Mann in seinem Leben positioniert hat.

Man sieht, was man weiß

Immer wieder ist von der Frage zu lesen, ob man zu einem Vorstellungsgespräch mit seiner wertvollsten Uhr antreten soll. Diese Frage lässt sich nicht ohne Weiteres beantworten. Ein frisch promovierter Jurist, der sich in einer traditionsreichen Kanzlei bewerben möchte, wird mit einer dezenten Rolex aus Edelstahl nichts falsch machen. Es könnte durchaus sein, dass sein Gesprächspartner Uhren-Fan ist und den Zeitmesser sofort wahrnimmt. Damit sind einige Pluspunkte bereits garantiert. Wer dieselbe Rolex beim Vorstellungsgespräch bei einer gewerkschaftsnahen Stiftung trägt, wird dagegen genau das Gegenteil erreichen, falls sie jemandem auffällt. Wie Goethe so schön gesagt hat:

„Man sieht nur, was man weiß.“

Wer sich mit Uhren beschäftigt, wird daran nicht nur Freude haben, sondern auch diese Schmuckstücke bei anderen Menschen erkennen. Alle anderen Menschen übersehen dieses Accessoire, es sei denn, die Uhr ist äußerst auffällig.

Die Uhr spiegelt selten das Image des Deutschen wieder

In Deutschland ist die Uhr nicht repräsentativ für den Status des Deutschen. Teure Uhren werden hierzulande überwiegend von wohlhabenden Menschen getragen und dementsprechend von denselben Personen wahrgenommen. In Italien dagegen ist es relativ normal, einen hochwertigen Zeitmesser zu besitzen. Sie spiegelt nicht die finanzielle Situation des Trägers wieder, sodass man einen Schweizer Chronografen durchaus am Handgelenk eines Taxifahrers oder Barmanns sehen kann. Das deutsche Pendant dazu ist das teure Automobil vor einer bescheidenen Wohnung.

Die richtige Uhr wählen

Auch wenn viele Deutsche keinen großen Wert auf eine Armbanduhr legen, sollte dennoch jeder eine Uhr wählen, die zu ihm passt. Wichtiges Kaufkriterium ist die eigene Persönlichkeit. Für einen lustigen, offenen Typ kommt zum Beispiel eine zeitlose, sportliche Uhr infrage. Ein moderner, glamouröser Mensch dagegen ist mit einer stylishen Uhr auf dem richtigen Weg, die gesamte Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen - schließlich fühlt er sich im Mittelpunkt am wohlsten. Sportliche Typen benötigen wasserfeste Uhren in peppigen Farben und mit einer Stoppfunktion.

Neben der Persönlichkeit spielt auch der Kleidungsstil eine große Rolle. Wer am häufig in Anzug und Krawatte unterwegs ist, kann auf eine edle Uhr nicht verzichten. Wer sich dagegen sportlich kleidet, wählt ein wasser- und stoßfestes Sportmodell, welches den Alltag problemlos übersteht. Natürlich ist es empfehlenswert, gleich mehrere verschiedene Uhren zu besitzen, um für jede Kleidung und jeden Zweck ein passendes Modell griffbereit zu haben.

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